Welche Heizung ist wirklich zukunftsfähig

Oft fehlen Immobilienbesitzern und Betreibern von Heizungsanlagen wichtige Entscheidungskriterien für den Einbau der Wärmeerzeugungsanlage und der gesamten Energieversorgung des Gebäudes. Seit dem Atomunfall in Fukushima und dem anschließenden Atomausstieg, ist der Einsatz von erneuerbaren Energien zwar in aller Munde, aber viele greifen doch recht zögerlich zu und das obwohl die Heiztechnik ausgereift und oft auch die Wirtschaftlichkeit der jeweiligen Anlagensysteme nachweisbar ist.

Zur Auswahl stehen die bewährten Heizungssysteme, Gas- oder Ölbrennwertkessel oder Heizungssysteme die hauptsächlich auf erneuerbare Energien, wie die Pelletsheizung, thermische Solaranlagen, Mini BHKW oder Wärmepumpen, setzen. Aber obwohl die Politik massiv für moderne Heizungstechnologien wirbt, sind immer noch über 80 Prozent der vorhandenen Heizungsanlagen sanierungsbedürftig. Den Atomausstieg gesetzlich festzuschreiben ist die eine Sache, bei der Umsetzung und dem Ja zu erneuerbaren Energien mangelt es aber in fast allen Bereichen noch. Hier die richtige Entscheidung zu treffen ist für den Immobilienbesitzer nicht ganz einfach. Grundsätzlich sind hier Energieberater, kompetente Heizungsbauer und Heizungsinstallateure gefragt, eine umfassende Beratung durchzuführen.

Am einfachsten stellt sich die Situation dar, wenn nur der Austausch der vorhandenen Wärmeerzeugungsanlage ansteht. Den alten Standardkessel raus und den neuen Heizkessel mit Brennwerttechnik einbauen. Gas steht bei vielen Nutzern ganz oben auf der Wunschliste. Moderne Gasbrennwertkessel sind ausgereift und bieten hohe Wirkungsgrade. Durch die Beimischung von Biogas, wird die Gasheizung zudem noch umweltfreundlich. Aber auch die Ölindustrie hat nachgezogen und mit Bioöl ebenfalls einen umweltfreundlichen Brennstoff für die Heizungsanlage.

Wer noch mehr erneuerbare Energien einsetzen möchte, kombiniert seinen Heizkessel mit einer Solaranlage, die aber in jedem Fall so ausgelegt werden sollte, dass sie auch zur Heizungsunterstützung dient. Solaranlagen die rein zur Wärmeerzeugung für die Warmwasserversorgung dienen, haben mehr eine Alibi Funktion. Eine 4 köpfige Familie braucht vielleicht 200 bis 300 €/ Jahr für die Warmwassererzeugung, wenn davon 60% von der Solaranlage geliefert werden, kann sich jeder schnell ausrechnen wann die Solaranlage wirklich Geld spart. Aus ökologischer Sicht lohnt sich eine Solaranlage natürlich immer.

Das Zauberwort, das derzeit durch alle Fachzeitschriften geistert ist die Hybrid Heizung. Die Hybrid Heizung kombiniert unterschiedliche Wärmeerzeuger über einen gemeinsamen Pufferspeicher, der zur Wärmespeicherung und als hydraulische Weiche dient. Die Hersteller von Heiztechnik, haben dafür intelligente Pufferspeicher Lösungen entwickelt, die nicht nur die Wärme speichern sondern gleichzeitig auch als Schichtspeicher dienen und über thermisch gesteuerte Ventile unterschiedliche Temperaturniveaus im Schichtspeicher anbieten. Über den Pufferspeicher können dann Wärmeerzeuger wie Solaranlagen, Kaminofen, Pelletheizung, Brennwertkessel oder eine Wärmpumpe einfach in ein Heizungssystem eingebunden werden.

Selbst wer heute nur seinen Gasbrennwertkessel mit einer Solaranlage kombinieren will, macht seine Heizung über die Pufferspeichertechnologie zukunftsfähig und kann jederzeit weitere Wärmeerzeuger anschließen.

 

 

18. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Journal

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Eine Reaktion zu “Welche Heizung ist wirklich zukunftsfähig”

  1. Karl

    Sehr guter Artikel, allerdings muss ich gestehen, dass ich gegenüber Hybrid Heizungen noch etwas skeptisch bin. Zwar werden solche Heizungen gefördert, doch sind die Investitionskosten deutlich höher als bei Gas-Brennwertheizung. Diese Ersparnis wird der normale Hausbesitzer doch gut in andere Projekte stecken können.

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