Alte Heizung kostet viel Geld
Nach den vom Schornsteinfegerhandwerk bis zum 31 Dezember 2008 erfassten Daten, brodeln in unseren Heizungskellern immer noch über 3 Millionen mehr als 20 Jahre alte Heizkessel und nicht modernisierte Heizungsanlagen, die viel Energie verschwenden und so die Heizkosten der Betreiber in die Höhe treiben. Trotzdem scheint Anreiz für eine Heizungsmodernisierung bei den betroffenen nicht zu einer verstärkten Aktivität zu führen.
Dies ist zumindest aus einer Umfrage ersichtlich, die vom VDZ (Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e.V.) aktuell durchgeführt wurde. Dabei wurden in der GFK Studie „Modernisierungsbarometer für Hausbesitzer 2010“ 500 Hausbesitzer befragt, ob sie in den letzten drei Jahren sich mit der Frage der Heizungsmodernisierung befasst haben und entsprechend aktiv geworden sind.
Das Ergebnis der Studie ist dabei recht niederschmetternd. 76 Prozent der befragten haben keine Aktivitäten durchgeführt um ihre Heizung zu modernisieren und das obwohl bei 27 Prozent der befragten die Heizungsanlage älter als 15 Jahre ist. Bei diesen Heizungsanlagen handelt es sich also noch um alte Standardkessel oder Niedertemperaturkessel und nicht um moderne Brennwertkessel oder gar Wärmeerzeugungsanlagen die erneuerbare Energien verwenden. Als Hauptgrund warum auf eine Heizungsmodernisierung verzichtet wurde, nannten die Befragten zu 96%, dass die alte Heizung ja noch funktionieren würde. Hier scheint bei vielen Anlagenbetreibern noch nicht angekommen zu sein, dass man durch die Heizungsmodernisierung ordentlich Geld durch einen geringeren Brennstoffverbrauch sparen kann
Ein weiterer Faktor für Heizungsmodernisierungsmaßnahmen sind die staatlichen Fördermöglichkeiten. Die Übersichtlichkeit spielt hier eine entscheidende Rolle und hier lassen sowohl KFW Förderung wie auch die Förderung durch die BAFA im Rahmen des Marktanreizprogramms noch einiges zu wünschen übrig. Vor allem da auch gerade aktuell wieder einige Förderprogramme auf Grund der knappen Haushaltsmittel gestoppt wurden. Es wäre wünschenswert wenn die finanziellen Anreize für Bauherren für die Heizungsmodernisierung erhöht würden.
Aus der Umfrage geht auch hervor, dass fast ein Drittel der Befragten sich eine Hybridanlage wünschen würden. Also eine Heizungsanlage die unterschiedliche Wärmequellen nutzt, wie Brennwertkessel, Wärmepumpe und Solaranlage. Hier liegt sicher auch ein Problem. Die Hersteller von Heizungstechnik haben in den letzten Jahren viel Entwicklungsarbeit geleistet. Wenn man bedenkt, dass die ersten Brennwertkessel Anfang der 1990ziger Jahre auf den Markt kamen und wir heute über Mini BHKW oder Brennstoffzellen nachdenken, ist es schwierig für Bauherren zu entscheiden welche Heizung die richtige ist.
Die komplette Umfrage des VDZ finden sie unter www.intelligent-heizen.info
30. Juni 2010 | Von Heizung Redaktion | Kategorie: Journal
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