Lohnt sich Solarwärme für Mehrfamilienhäuser
Mit dem Einsatz von Solarwärme in Mehrfamilienhäusern tun sich viele Hausbesitzer noch schwer, die meisten thermischen Solaranlagen findet man sicher heute auf Einfamilienhäusern. Dabei lohnt der Einbau von Solarthermie auch bei großen Wohneinheiten.
Über das Mietrecht besteht die Möglichkeit die Anschaffungskosten komplett auf die Kaltmiete umzulegen. Der Immobilienwert von Mehrfamilienhäusern erhöht sich durch den Einsatz von erneuerbaren Energien, zudem lassen sich solche Immobilien deutlich besser vermieten, da es für die Mieter ja auch den Vorteil der geringeren Heizkosten gibt und sie unabhängiger von den schwankenden Preisen für Öl und Gas werden. Den Beitrag den so auch Eigentümer von Mehrfamilienhäusern zum Umweltschutz leisten können, sollte man auch nicht vergessen.
Rechtzeitige Planung der Solaranlage für Mehrfamilienhäuser
Die Montage und Planung einer Solaranlage ist nicht vergleichbar mit dem Austausch des Heizkessels und erfordert eine deutlich umfangreichere Planung. Wer wartet bis der Heizkessel defekt ist und einen schnellen Austausch benötigt, hat kaum noch die Chance Solarwärme im Mehrfamilienhaus einzusetzen. Vor allem in der Gebäudesanierung ist die rechtzeitige Planung der Solaranlage ein Garant dafür, dass die Anlage später auch energieeffizient funktioniert. So können Messungen des Warmwasserverbrauchs und der Wärmebedarfs für die Heizung über einen längeren Zeitraum durchgeführt und so eine optimale Auslegung und Abstimmung von Solaranlage, Pufferspeicher und Primärenergieerzeuger realisiert werden.
Refinanzierung der Solaranlage über die Kaltmiete
Durch die im BGB § 559 verankerte Modernisierungsumlage können Vermieter die Anschaffungskosten für eine Solaranlage komplett auf die Kaltmiete umlegen. Dabei darf die Kaltmiete um maximal 11% der Anschaffungskosten für die Solaranlage erhöht werden. Hierdurch lässt sich die Solarthermie in 10 Jahren refinanzieren. Dabei sind Mieter deutlich sensibler geworden bei einer Erhöhung der Kaltmiete, wenn sie darin auch Vorteile für sich selber sehen und zudem noch aktiv etwas für den Klimaschutz tun können. Ist die Miete seit 15 Monaten nicht gestiegen, ist der Mieter ohnehin verpflichtet einer Mieterhöhung zuzustimmen.
Einhaltung der Energieeinsparverordnung und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz bei Mehrfamilienhäusern
Bei Anbauten oder größeren Umbauten von bestehenden Mehrfamilienhäusern, darf nach der Energieeinsparverordnung ein Richtwert für den Primärenergieverbrauch nicht überschritten werden. Dabei ist es dem Hauseigentümer selber überlassen, welche Maßnahmen er trifft, um den Primärenergiebedarf zu senken. Der Einbau einer Solarwärme Anlage bietet sich hier allerdings an, denn Solaranlagen haben bei der Wärmeerzeugung keinen Primärenergiebedarf. So erhalten Gebäude die Solarwärme nutzen einen besseren Faktor gemäß EnEV. Für Neubauten ist die Sachlage seit dem 1. Januar 2009 eh klar, hier muss ein Teil des Wärmebedarfs für Heizung und Warmwasser über erneuerbare Energien gedeckt werden.
Unser Fazit
Die technische Entwicklung von Solaranlagen ist in den letzten Jahren rasant gewesen. So macht es heute durchaus Sinn über Solarwärme für ein Mehrfamilienhaus nachzudenken. Dabei sollte mit der Planung der Solaranlage rechtzeitig begonnen werden und nicht erst wenn die alte Heizungsanlage bereits auseinander fällt. Solaranlagen für Mehrfamilienhäuser gibt es nicht von der Stange, hier müssen Regelungskonzepte entwickelt werden, die über eine Standard Regelung bei einem Einfamilienhaus deutlich hinausgehen.
13. April 2010 | Von Heizung Redaktion | Kategorie: Solaranlagen
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Am 14. April 2010 um 12:01 Uhr
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Die Abnehm Seite erwähnt. Die Abnehm Seite sagte: #Solaranlagen im Mehrfamilienhaus, so sparen #Mieter und betreiben aktiven #Umweltschutz http://bit.ly/c3QGps via @addthis [...]
Am 16. April 2010 um 09:53 Uhr
Hallo,
Habe zwar meine Solaranlage erst seit einem Jahr, bislang kann ich nur positives berichten.
Hinzufügen möchte ich, das ich mir mit der Solaranlage gleichzeitig einen Pellet-Ofen
angeschafft habe und hierdurch die Heizkosten spürbar verringern konnte.
Liebe Güsse
Robert
Am 1. Juni 2010 um 10:29 Uhr
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