Welches Heizsystem ist das richtige
Bei der Wahl einer Heizungsanlage für sein Gebäude waren noch bis in die 80er und 90er Jahre nur recht einfache Entscheidungen von Bauherren und Anlagenbetreibern zu treffen. Man nahm entweder eine Ölheizung oder ein Gasheizung und schon war das Thema erledigt. Heute sieht die Sachlage völlig anders aus, multivalente Heizungssysteme, bei denen sich die unterschiedlichsten Wärmeerzeugern und Technologien miteinander verknüpfen lassen machen die Entscheidung für ein bestimmtes Heizungssystem nicht gerade leicht.
Da steht man bei der Entscheidung für die richtige Heizung erst mal vor einem Wust an Technik und unterschiedlichen Technologien, die schon mit einem Besuch in einem Kaufhaus für Multimedia Produkte zu vergleichen sind. Sicher die Beratung in der Haustechnik ist wohl besser, als in den meisten Kaufhäusern, Fachplaner, gut geschulte Heizungsinstallateure und Handwerker und auch die Hersteller von Heizungstechnik bemühen sich entsprechend intensiv zu informieren und zu beraten.
Wie bei anderen Produkten auch muss man sich als erstes Fragen, was will ich überhaupt und wofür reicht der Inhalt meines Geldbeutels. Solaranlage mit Erdwärmepumpe und dem Erdreich als Wärmespeicher hört sich zwar gut an, ist aber auch keine preiswerte Heizung, wenn man die Investitionskosten berücksichtig, spart dafür aber viel beim Energieverbrauch.
Energie sparen wollen alle, umweltfreundlich sollte die Anlage auch noch sein, möglichst Effizient in allen Bereichen. Sicher möchte jeder alles auf einmal, aber wir werden hier drei Möglichkeiten Vorstellen, die eine erste Auswahl ermöglichen.
Die preiswerte Heizung
Wer eine preiswerte Heizung sucht, die trotzdem Energie effizient und auf dem höchsten Stand der Technik ist liegt mit einem Ölbrennwertkessel oder einer Gasbrennwertheizung voll im Trend. Vor allem bei Sanierungen liegt der Vorteil auf der Hand, alter Heizkessel raus und neuer Kessel rein, dass geht normal ohne große Probleme und Installationsaufwand. Außerdem spart man gegenüber der veralteten Kesseltechnologie noch ca. 25% bei den Energiekosten. Wer die Brennwertheizung noch mit einer Solaranlage kombiniert, kann zusätzlich 60 Prozent an Energiekosten, bei der Erzeugung der Wärmeenergie für die Warmwasserbereitung sparen und kommt so auch noch in den Genuss von staatlichen Fördergeldern.
Heizungsanlage mit langer Lebensdauer und hoher Wirtschaftlichkeit
Hierbei muss man die Investitionskosten auf die gesamte Lebensdauer der Anlage beziehen. Dabei sollte in jedem Fall eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durch den Fachplaner oder ein kompetentes Heizungsunternehmen durchgeführt werden. Derartige Heizungsanlagen bieten einen hohen Komfort, allerdings muss man auch bereit sein in spezielle Funktionen zu investieren. Dabei stehen unterschiedliche Systeme zur Verfügung.
Öl- oder Gasbrennwerttechnik kann mit einer Solaranlage ergänzt werden, die auch zur Heizungsunterstützung eingesetzt wird. So kann man in den Sommermonaten 100% der Wärmeenergie für die Warmwasserbereitung erzeugen und in der Übergangszeit immerhin noch 35% der Wärmeenergie für die Heizung abdecken. Wer noch mehr Energie sparen möchte kann sich noch einen zusätzlichen Festbrennstoffkessel oder auch Kaminofen mit Wärmetauscher einbauen und so die Gesamtenergieersparnis auf 50% erhöhen und zusätzlich noch das beruhigend prasselnde Feuer im Kaminofen genießen. Alternativ zum Festbrennstoffkessel, bietet sich auch eine Luft/Wasser Wärmepumpe an. Dabei sollte man aber darauf achten, dass die im Gebäude vorhandenen Heizflächen bei der tiefsten Außentemperatur nicht mehr als 50 Grad Celsius an System Temperatur benötigen. Wie bei fast allen Heizungsanlagen die mit erneuerbaren Energien betrieben werden, ausgenommen der Pelletsheizung, ist es auch hier optimal wenn man im Gebäude eine Fußbodenheizung hat.
Die ökologische Heizungsanlage
Bereits die oben dargestellte Heizungstechnik ist ökologisch schon gut aufgestellt. Wer noch weiter gehen möchte kann die Gas- oder Öl Brennwertheizung, komplett durch einen Pelletkessel ersetzen und so umweltneutral sein Heizung betreiben. Besonders umweltschonend arbeiten auch Erdwärmepumpen, wenn diese mit Pelletsheizung und Solaranlage kombiniert werden, können alle Wärmeerzeuger bei der multivalenten Heizung auf einen Solarspeicher arbeiten, aus dem je nach Bedarf die Wärme für die jeweiligen Verbraucher wie Heizung oder Warmwasserbereitung entnommen wird.
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