Pelletheizung heizen mit Biomasse
Bei der Nutzung von modernen und ökologischen Energieträgern wurden in den letzten Jahren deutliche Fortschritte erzielt. Hieran tragen nicht zuletzt innovative Entwicklungen in der Heizungsbrache einen erheblichen Anteil. Ein Bereich in dem besonders große Schritte gemacht worden sind, ist die Pelletheizung und somit die Nutzung von heimischen Energieträgern.
Viele Bauherren und Anlagenbetreiber sind durchaus gewillt auf umweltfreundliche Technologien zu setzen. Trotzdem merkt man ein deutliches Zögern bei der Neuanschaffung oder Sanierung der Heizung, da heute niemand sagen kann welcher Energieträger ist denn auch in der Zukunft für meine Heizungsanlage der richtige.
Die Hochzeiten der Pelletheizung lagen zwischen den Jahren 2003 und 2005. Der Pellet Preis war deutlich günstiger, als der von Öl oder Gas. Nur wie der Markt nun mal so ist, Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis und durch den Einbau von immer mehr Pellet Anlagen und der damit verbundenen steigenden Nachfrage nach mehr Holzpellets, lag der Preis für Pellets im Dezember 2006, kurzfristig gleichauf mit dem für Öl. Eine Verunsicherung von Kunden und Herstellern war die Folge und der Markt für die Pelletheizung brach ein.
Mittlerweile haben sich die Preisvorteile bei Holz Pellets wieder hergestellt. So zahlte der Endverbraucher zu Beginn des Jahre 2008 0,04 €/kWh für Pellets, während der Preis für Heizöl bei 0,07 €/kWh lag. Der Einsatz des heimischen und CO² neutralen Brennstoffes Holz ist also wieder sehr attraktiv. Die eingesparten Brennstoffkosten schlagen sich in der Jahresendabrechung bei den Betriebskosten des Gebäudes sehr schnell nieder. Da sich die Preisspirale bei Öl und Gas weiter dreht, kann man davon ausgehen, dass dieser Preisvorteil auch in den kommenden Jahren bestehen bleiben wird.
Die Techniker und Ingenieure der Hersteller von Pellet- Heizungen haben den Markteinbruch aber nicht verschlafen, sondern weiter an innovativen Ideen für Pelletsysteme gearbeitet.
Während man die Pelletheizung bisher hauptsächlich im Einfamilienhaus oder kleineren Mehrfamilienhaus angetroffen hat, wird jetzt das potential der Pelletheizung auch für größere Gebäude ausgeschöpft. Neue Pelletanlagen bieten eine deutliche Leistungsverbesserung gegenüber ihren Vorgängermodellen. Dabei verspricht vor allem die Kombination unterschiedlicher Brennstoffe, in bivalenten Systemen, eine optimale Energieausnutzung.
Im Normalfall werden die Anlagen auf ihre maximal Wärmeleistung ausgelegt, die dem Höchstbedarf an Wärmeenergie für die Heizung eines Gebäudes entspricht. Diese Leistung wird aber nur an ganz wenigen Tagen im Jahr benötigt. Der Pelletkessel ist somit überdimensioniert und kann seinen höchstmöglichen Wirkungsgrad nicht erreichen.
Die Lösung dieses Problems ist eigentlich relativ einfach und in der Kombination von mehreren Wärmeerzeugern mit unterschiedlichen Brennstoffen zu finden. Dabei wird die Grundlast der Wärmeversorgung durch einen Pelletkessel erzeugt. Diese reicht für 80% der Betriebsfälle aus. Für die Spitzenlast wird eine weitere Kesselanlage oder auch eine Wärmepumpe zugeschaltet. Hier kann als Brennstoff Öl oder Gas eingesetzt werden. So wird die Wärmeenergie über große Teile des Jahres mit der CO² neutralen Pelletheizung gewonnen.
Ein weiterer Vorteil derartiger Heizungssysteme besteht vor allem für öffentliche Gebäude oder Gebäude bei denen man einen Ausfall der Heizungsanlage unbedingt vermeiden will. Die bivalente Betriebsweise bietet eine doppelte Betriebssicherheit.
Natürlich werden auch in solchen Kombianlagen Pufferspeicher zur Verhinderung von unnötigem Takten der Heizung benötigt.
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