Heizen mit Solarthermie zahlt sich aus
Die Hersteller von Solaranlagen schauen derzeit nicht ganz so rosig in die Zukunft wie im Boomjahr 2008. Die Finanzkrise und sinkende Ölpreise haben 2009 zu einem starken Absatzeinbruch bei Solaranlagen und Wärmepumpen geführt. Zwar ist auch der Start ins Marktjahr 2010 für die erneuerbaren Energien eher flau, doch trotzdem finden sich auf den Frühjahrsmessen wie der SHK in Essen etliche Neuentwicklungen der Hersteller.
Dabei helfen Solaranlagen nicht nur die Umwelt zu schonen, sondern sorgen gleichzeitig dafür, dass weniger fossile Brennstoffe wie Öl und Gas für die Wärmeerzeugung der Heizung verbraucht werden. Allen unken Rufen zum Trotz, ist es auch in unseren Breitengraden möglich nur über den Einsatz von Sonnenenergie bis zu 60% des Energiebedarfs für die Warmwasseraufheizung zu erzeugen und immerhin bis zu 35% des Wärmebedarfs für die Heizung. Ob Heizungsmodernisierung oder neue Heizungsanlage, auf eine thermische Solaranlage sollte eigentlich niemand mehr verzichten.
Die meisten Hersteller setzen dabei auf komplett Pakete, um wieder mehr Schwung in den Markt für Wärmeerzeugung mit erneuerbaren Energien zu bringen. Kombinationen von unterschiedlichen Sonnenkollektor Arten, wie Röhrenkollektoren oder Flachkollektoren, mit Pufferspeicher Systemen und intelligenten Regelsystemen stehen dabei im Fokus. Für die Spitzenlastabdeckung können verschiedene Wärmeerzeuger, vom Öl oder Gasbrennwertkessel bis hin zur Pelletheizung eingesetzt werden. Der Vorteil dieser komplett Pakete sind vor allem die aufeinander abgestimmten Komponenten die durch optimierte Regelanlagen und innovative Schichtspeicher Systeme für einen höchstmöglichen Energieertrag sorgen und somit Brennstoffkosten sparen und einen umweltschonende Betrieb garantieren.
Solarthermie und Brennwertkessel
Dabei haben die Hersteller durchaus unterschiedliche Ansätze wie die neuen Produkte des Frühjahrs 2010 zeigen. Buderus bringt ein neues Solarsystem für den Bereich der Mehrfamilienhäuser mit bis zu 30 Wohneinheiten auf den Markt. Das Paket aus der Wärmezentrale Logasol SAT-WZ midi, 22 Flachkollektoren, dem Gasbrennwert Wandheizkessel Logasol SKS 4.0 und eine Kombination aus mehreren Pufferspeichern vom Typ Logalux PSP. Durch das optimierte Zusammenspiel der einzelnen Anlagenkomponenten können laut Hersteller bis zu 37% an Energiekosten gegenüber einer alten Heizungsanlage eingespart werden, Heizungsmodernisierung zahlt sich auch hier in Heller und Cent aus.
Speicherung von Solarwärme
Ein besonderes Augenmerk muss auf die Speicherung der Solarwärme gelegt werden. Nur bei einer optimalen Speicherung ist ein hoher solarer Deckungsgrad zu erzielen. Der Hersteller Citrin Solar hat sich vor allem auch auf die Langzeitspeicherung von Wärmeenergie aus thermischen Solaranlagen spezialisiert und bietet optimierte Speichersysteme für Großanlagen und Langzeit Solarspeicher mit hoher Effizienz an.
Solaranlage im Stecksystem
Eine innovative Lösung für eine schnelle Montage und optimierte Hydraulik der Solaranlage kommt vom Roth. Der neue Heliostar 252 S4 Flachkollektor verfügt über Anschlüsse mit einem Steckverbindungssystem und lässt sich so vom Heizungsbauer ohne Werkzeug schnell montieren. Zudem wird über eine optimierte hydraulische Verschaltung der Sonnenkollektoren eine gleichmäßige Temperatur bei gleicher Menge an Solarflüssigkeit in allen Kollektoren gewährleistet.
Pellets und Solarthermie kombinieren
Für viele Besitzer von älteren Immobilien steht der Einsatz von Solarthermie für die Heizung oftmals nicht zur Debatte, da die baulichen Gegebenheiten und die vorhandene Auslegung der Heizungsanlage nicht zu einer Solaranlage passt. Die fehlenden Fußbodenheizung und damit verbundene hohe Systemtemperaturen machen den Einsatz von Solaranlagen oder auch Wärmepumpen häufig ineffizient. Wer trotzdem nicht auf den Einsatz von erneuerbaren Energien verzichten will, dem bietet die Pelletheizung eine echte Alternative. Bei der Kombination von Pellets und Solarthermie wird als erstes ein gemeinsamer Kombispeicher von der Solaranlage geladen. Nur wenn die Leistung der Solaranlage nicht ausreicht, heizt der Pelletkessel nach.
Unser Fazit zu zahlt sich Heizen mit einer Solaranlage aus
Bis vor wenigen Jahren hätte man diese Frage noch mit einem klarem Nein beantworten können. Fehlende Speichersysteme, Regelanlagen die nicht zur Solartechnik passen, Sonnenkollektoren mit schlechter Qualität und vor allem auch wenig Erfahrung mit der Installation von Solaranlagen, Liesen eine effiziente Nutzung der Sonnenergie kaum zu. Steigende Energiepreise für fossile Brennstoffe wie Öl und Gas und innovative Entwicklungen der Hersteller von Solartechnik, lassen die Solarthermie heute in einem ganz anderen Licht erscheinen. Zwar sind auch heute noch Amortisationszeiten bei Solaranlagen von 10 bis 15 Jahren üblich, aber steigende Brennstoffpreise werden diese in den nächsten Jahren deutlich verkürzen.
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