Solaranlagen als Energielieferant in der Altbausanierung
Bei Neubauten kommt irgendwann fast immer die Frage auf, ist es lohnend für die Wärmeversorgung von Heizung und Warmwasserbereitung eine Solaranlage zu installieren. Der Vorteil liegt hier klar auf der Hand. Die Heiztechnik ist nicht vorhanden, kann also für die Solaranlage optimiert werden, möglich sind auch die baulichen Bedingungen so anzupassen, dass die Solaranlage einen möglichst hohen solaren Deckungsgrad für die Wärmeversorgung der Heizung erzielen kann.
Eigentlich ist die Verbreitung von Solaranlagen vor allem, auf den vermehrten Einbau in Altbauten und den zugehörigen Frischwassermodulen zu Warmwasserbereitung zurückzuführen. Trotzdem bestehen bei der Altbausanierung oft Zweifel, ob es wirtschaftlich ist, eine Solaranlage zu installieren.
Für den Neubau Bereich bieten die diversen Hersteller von thermischen Solaranlagen mittlerweile eine Fülle an Lösungen an. Aber auch für die Altbausanierung sind inzwischen ausgereifte Lösungen auf dem Markt, die steckerfertig Solaranlagen bieten und über Computer gestützte Dimensionierung der Anlagen, einen hohen Energie Ertrag erwarten lassen.
Dabei stehen natürlich bei der Altbausanierung und dem Einbau von Solaranlagen immer noch die Frischwassermodule im Vordergrund. Unter dem Druck der immer weiter explodierenden Preise für die fossilen Brennstoffe wie Öl und Gas, wird die von der Solaranlage erzeugte Wärme deutlich wirtschaflichter. Nicht nur der Einsatz von Solaranlagen bei Ein- und Mehrfamilienhäusern rückt dabei in den Vordergrund, sondern vor allem auch bei Großanlagen, wie Hotels, Krankenhäusern oder etwa in der Gewinnung von Energie für die Prozesswärme bei Waschstraßen und Industrieanlagen mit einem hohen Warmwasserbedarf.
Innovative Entwicklungen bei der Solartechnik sorgen dafür, dass die Regelanlagen für Solaranlagen, deutlich weniger Probleme, als noch vor einigen Jahren verursachen. So stellen komfortable Solaranlagen im Durchlaufsystem über die Einbindung von entsprechenden Wärmespeicherspeicheranlagen durchgängig konstante Zapftemperaturen zur Verfügung. Die Pufferspeicher sorgen auch für eine konstante Speichertemperatur und helfen so die Anlage vor Verkalkung bei Übertemperaturen zu schützen.
Die solaren Kompletsets sind mit allen erforderlichen Zubehörteilen, wie Stellventilen, Sicherheitsventilen, Ausdehnungsgefäßen und drehzahlgeregelten Pumpen, oft schon steckerfertig vormontiert.
Mit dieser optimierten Anlagentechnik lassen sich Einsparungen von 50% bis 70% Wärmeenergie bei der und 25 -30% bei der Heizung erzielen. Vorraussetzung dafür ist eine optimale Wärmedämmung des Gebäudes. Insbesondere in der Hotellerie oder auch bei der Erzeugung von Warmwasser für Waschstrassen zeigt sich, dass Solaranlagen besonders wirtschaftlich und effizient einsetzbar sind, vor allem wenn im Hochsommer die Verbrauchsspitzen benötigt werden und hier die volle Leistung der Solaranlage zum tragen kommt.
Bei diesen Anlagen werden neben den üblichen Pufferspeichern zusätzlich Schichtspeicher eingesetzt, damit durch das Schichtenladesystem ein möglichst hoher Energieertrag erreicht wird.
(foto quelle Klaus-Uwe Gerhardt/pixelio.de)
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