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Solaranlagen zur Schwimmbadheizung
Solaranlagen zur Schwimmbadheizung Teil 2
 

 Solaranlagen zur Schwimmbadheizung

 

In Deutschland gibt es ca. 3.800 öffentliche Freibäder und man geht davon aus, dass die Wasseroberfläche von in Deutschland vorhandenen privaten Schwimmbädern und Hotelbädern, die gesamte Wasseroberfläche der öffentlichen Freibäder deutlich überschreitet. Hier liegt ein hohes Energiepotential vor, bei dem sich die Nutzung einer Solaranlage geradezu anbietet.

 

Solaranlagen zur Schwimmbadheizung sind im Allgemeinen nach einem einheitlichen Prinzip aufgebaut. Da die Wasserbecken nur im Sommer beheizt werden müssen, können hier einfache Absorbersysteme mit Kunststoffabdeckungen eingesetzt werden. Der Einsatz von Flachkollektoren scheint nicht geeignet, da die Flachkollektoren wegen des chlorhaltigen Beckenwassers vom Beckenkreislauf über einen zusätzlichen Wärmetauscher getrennt werden müssen.

 

Mittlerweile haben sich großflächige direkt vom Beckenwasser durchflossene Kunststoffabsorber als besonders wirtschaftlich erwiesen. Diese Absorber sind korrosionsbeständig gegen das aggressive Schwimmbadwasser und können in großen Einheiten, relativ kostengünstig installiert werden. Da die maximalen Stillstandstemperaturen bei ca. 70°C liegen, wirkt sich auch die Empfindlichkeit der für die Absorber verwendeten Kunststoffe nicht negativ aus. Bei den in Freibädern üblichen Beckenwassertemperaturen von 30°C, ist die Energieeffizienz der Kunststoffabsorber fast identisch mit der von Flachkollektoren. Nachteilig bei den Kunststoffabsorbern ist dagegen der schlechte Wärmedurchgangskoeffizient.

 

Die Solaranlage zur Schwimmbadheizung wird direkt in den Filterkreislauf integriert und kommt von daher ohne einen Pufferspeicher aus. Die Analagenkonzeption ist von daher recht einfach, hinzu kommt noch, dass das Angebot an Solarenergie zeitlich mit dem Bedarf an Wärme übereinstimmt. Die Anlagen sind von daher sehr leistungsfähig und kostengünstig. Bei einer Beckenwassertemperatur bis 26°C ist der Betrieb der Solaranlage besonders effizient.

 

Bei größeren Schwimmbadanlagen empfiehlt sich ein Flächenverhältnis von Kollektorfläche zu Beckenwasseroberfläche von 0,5 bis 0,7. Für kleinere Schwimmbäder sollte die Absorberoberfläche der Beckenwasseroberfläche entsprechen.

 

Besonders wirtschaftlich und umweltschonend ist es wenn die Solaranlage die komplette Beheizung des Beckenwassers übernehmen kann und kein nachheizen über die Heizungsanlage erforderlich ist. Bei längeren Schlechtwetterperioden hat dies allerdings zur Folge, dass die Beckentemperatur nicht mehr erricht wird.

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