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Thermische SolaranlageZukunftsenergien im Städt. Klinikum Solingen
Da immer noch davon ausgegangen wird, dass die hohen Investitionskosten die Erstellung einer Solaranlage unrentabel machen und nicht genügend Solarernergie in unseren Breitengraden zur Verfügung steht, sind durch das Förderungsprogramm bestimmte Eckdaten vorgegeben. Durch die Auswertung verschiedener technischer Lösungen, hinsichtlich der entstehenden Investitionskosten und dem Nutzungsgrad der Anlage, konnten wir die vorgegebenen Werte einhalten und somit in das Förderungsprogramm für thermische Solaranlagen aufgenommen werden
Die Solaranlage wird zur Aufheizung des Brauchwassers im Krankenhaus eingesetzt. Der spezifische Wasserverbrauch der einzelnen Druckstufen wurde durch eine Langzeitmessung ermittelt. Als optimaler Wärmeabnehmer wurde hierbei das Bettenhaus festgestellt, bei dem ein Tageswasserbedarf von ca. 20 m3/d vorliegt.
Die Sonnenkollektoren sollen auf dem Dach des Hauses 1, oberhalb des 9.OG, montiert werden. Durch die exponierte Lage des Krankenhauses ist hier gewährleistet, dass die Sonnenkollektoren ganztägig beschienen werden.
Wegen der großen Gebäudehöhe von ca. 60m und den daraus resultierenden Windlasten, muss für die Aufstellung der Sonnenkollektoren eine Unterkonstruktion aus Stahlträgern vorgesehen werden.
Die hydraulische Verbindung der Kollektoren erfolgt über ein nach dem Tichelmann Prinzip verlegtes Rohrsystem. An den Hochpunkten werden zusätzliche Entlüfter vorgesehen. Alle Sonnenkollektoren sind einzeln über Kugelhähne absperrbar.
Die Rohrleitungsverbindungen zwischen Sonnenkollektoren und Pufferspeichern ist aus Kupferrohren hergestellt. Das gesamte Rohrnetz ist mit einem Wasserglykolgemisch als Wärmeträger gefüllt. Um Wartungsarbeiten an den Sonnenkollektoren durchzuführen, ohne das ganze Netz zu entleeren, ist im 9.OG ein zusätzlicher Auffangbehälter installiert.
Die beiden Pufferspeicher werden als Schichtspeicher mit einem Nutzvolumen von 12 000 l gewährleistet eine optimale Speicherung und Schichtung der gewonnenen Solarenergie. Hierfür werden im jeweiligen Temperaturniveau innerhalb der Speicher thermisch gesteuerte Membranklappen eingesetzt. Die Schichtung der Temperaturzonen in den Schichtspeichern wurde in einer zwei jährigen Versuchreihe weiter optimiert.
Die gesamte thermische Solaranlage wird über die vorhandenen Wärmetauscher in das Warmwassernetz des Krankenhauses eingebunden.
Während der ersten beiden Betriebsjahre wird die Anlage meßtechnisch vom Bundesforschungsministerium begleitet. Die Daten werden zum einen direkt über eine Modemverbindung an das Kernforschungsinstitut in Jülich weitergeleitet und zum anderen optisch auf einer Anzeigetafel in der Krankenhaus Eingangshalle angezeigt.
Nach Ablauf der beiden Jahre geht die Solaranlage zur Warmwasserbereitung einschließlich der Meßtechnik in den Besitz des Krankenhauses über. Der Betreiber plant dann weitere Gebäude an diese Solaranlage anzuschließen.
Folgende Leistungen wurden von unserem Ingenieurbüro für die Leistungsphasen 1-9 HOAI erbracht:
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